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Welche Versuche werden an Schweizer Hochschulen durchgeführt?


Oft werden Tierversuche, die an Schweizer Hochschulen durchgeführt werden, als «wenig invasiv» beschrieben. In Wahrheit wenden aber viele Hochschulen extrem schmerzhafte und grausame Versuche an.

So wird etwa gesunden Tieren Tumorgewebe implantiert, das sich weiterentwickelt und ihnen immer stärkere Schmerzen bereitet.

Um Gelenkerkrankungen hervorzurufen, werden den Tieren chemische Substanzen in die Pfoten injiziert. Nach einigen Wochen können sich die Tiere kaum noch über den Käfigboden schleppen und nicht mehr selber Nahrung aufnehmen.

Es werden Hirnverletzungen herbeigeführt, um neurologische Erkrankungen auszulösen. Anschliessend werden mit den Tieren Verhaltenstests durchgeführt.
Sie werden beispielsweise mit Elektroschocks traktiert, um ihre Gedächtnisleistung zu testen oder Depressionen herbeizuführen. Oder sie werden gezwungen, in einem Behälter mit Wasser zu schwimmen, in dem sie sich nirgends festhalten können. Erst wenn die Tiere vor Erschöpfung aufhören zu schwimmen und untergehen, werden sie aus dem Wasser genommen.

Anderen Tieren werden Drogen wie Kokain oder Amphetamine, Alkohol oder andere Suchtstoffe verabreicht, um in ihrem Hirn menschliches Suchtverhalten zu untersuchen.

All diese Versuche finden an Schweizer Hochschulen statt und werden mit Steuergeldern finanziert. Es handelt sich dabei um Grundlagenforschung. Die meisten dieser Versuche haben keinen Nutzen für die menschliche Gesundheit.
Sie dienen hauptsächlich dazu, wissenschaftliche Publikationen zu produzieren, die Forschungstätigkeit und den Ruf der Hochschulen zu unterstützen.

UNI BERN

Die Entwicklung von Ersatzmethoden erhöht nicht nur die wissenschaftliche Relevanz der medizinischen Forschung, es ist letztlich auch eine Frage der Ethik, ob wir anderen Lebewesen, die wie wir Angst und Schmerz empfinden, Leid zufügen wollen.
Vielleicht kann man sich dieses Leid besser vorstellen, wenn man sich vor Augen führt, was die Versuchstiere über sich ergehen lassen müssen. Die medizinische Datenbank PUBMED gibt Einblick:

Septischer Schock: Folgen einer fäkalen Peritonitis am Schweinemodell 
(Veröffentlicht 2014)

Für diese Studie wurde 28 Schweinen der eigene Kot in die Bauchhöhle injiziert, um eine Bauchfellentzündung herbeizuführen. Drei Tiere starben während des Versuchs. Die anderen wurden ein paar Tage später getötet. Die Forscher schreiben:
«Einige unserer Resultate sind mit Vorsicht zu interpretieren, da wir gewisse Gruppen von Schweinen nicht randomisiert haben.» Um ihre Forschungsergebnisse besser validieren zu können, empfehlen die Forscher, weitere Studien an noch mehr Schweinen durchzuführen. 
Die gleiche Forschergruppe hatte 2012 schon eine ähnliche Studie veröffentlicht, bei der 50 Prozent der Tiere während des Versuchs verendeten.

Studie zur Autotransplantation eines Beins beim Schwein
(Veröffentlicht 2012)

Für diese Studie wurde sieben Schweinen ein Vorderbein amputiert und zwischen die Schultern transplantiert. Diese Stelle wurde gewählt, damit die Tiere nicht ins Transplantat beissen können. Ziel des Versuchs war die Entwicklung eines Tiermodells, mit dem die Transplantation/Verpflanzung von amputierten Gliedmassen untersucht werden kann.
Laut den Forschern eignet sich das Schweinemodell gut für die Untersuchung von Beintransplantationen. Allerdings ist der nächsten Studie zufolge die Ratte das geeignete Modell hierfür.

Transplantation des Hinterbeins bei Ratten
(Veröffentlicht 2014)

20 Ratten wurde ein Hinterbein amputiert und anschliessend einer anderen, ebenfalls beinamputierten Ratte transplantiert. Die Ratten wurden 100 Tage beobachtet und anschliessend euthanasiert.
Mit diesem Versuch wollten die Forscher testen, wie sich die Injektion einer Substanz auswirkt, die das Abstossen des Transplantats hinauszögern soll.

Wirkung von Antioxidantien auf die Muskeln von Mäusen
(Veröffentlicht 2013)

Für diesen Versuch liessen die Forscher Mäuse vier Wochen lang fünfmal pro Woche je 45 Minuten auf einem Laufband mit einer Geschwindigkeit von bis zu 26 Meter pro Minute und einer Neigung von 10 Grad rennen. Hörten die völlig erschöpften Tiere auf zu laufen, zwang ein heftiger, pulsierender Luftstrahl (Ersatzmethode für Elektroschocks) sie zum weiterrennen.

5. Kaninchenmodell zur Erforschung von Hirnblutungen
(Veröffentlicht 2012)

Für diesen Versuch führten die Forschenden bei elf Kaninchen eine Hirnblutung herbei. Drei Kaninchen starben während des Versuchs. Die überlebenden Kaninchen wurden nach 24 Stunden euthanasiert.

Der Versuch zielte auf die Entwicklung und Validierung eines neuen Kaninchenmodells für die Erforschung von Hirnblutungen ab. Der Hauptautor dieser Studie hat seit 2008 bereits 21 Studien mit Versuchskaninchen veröffentlicht.

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